Metallarbeitgeber: Aufhebung der Corona-Maßnahmen auf EU-Ebene koordinieren, um Brüche in Lieferketten zu vermeiden

Kempter: "Funktionieren der Lieferkette ist mit das wichtigste Element beim Wiederhochfahren der Produktion"

Erstellt am: 22.04.2020

WAIBLINGEN – Die Metallarbeitgeber in der Region Rems-Murr appellieren an die EU-Kommission, die schrittweise Aufhebung der im Zuge der Corona-Krise verhängten Beschränkungen in Europa so zu koordinieren, dass keine neuen Brüche in Liefer- und Wertschöpfungsketten entstehen. „Für die international stark verflochtenen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in unserer Region ist es entscheidend, dass im Binnenmarkt schnell wieder ein möglichst reibungsloser Warenverkehr ermöglicht wird. Dasselbe gilt im Übrigen auch für den Personenverkehr“, sagte der Geschäftsführer in der Bezirksgruppe Rems-Murr des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Michael Kempter, am Mittwoch in Waiblingen: „Unsere Branche braucht offene Grenzen und ein europaweit abgestimmtes Vorgehen zur Wiederaufnahme der Produktion.“

Die Lieferketten in der Metall- und Elektroindustrie (M+E) seien komplex und grenzüberschreitend, erläuterte Kempter: „Das Funktionieren der Lieferkette ist mit das wichtigste Element beim Wiederhochfahren der Produktion. Damit hochspezialisierte und miteinander vernetzte Produktionsprozesse funktionieren, sind diese auf eng getaktete Logistikketten und ein leistungsfähiges Güterverkehrssystem angewiesen. Es muss gewährleistet sein, dass Produktion und Logistik abgestimmt wieder anlaufen können.“ Wenn nur ein paar Zulieferer ausfielen, rissen Lieferketten ab und die Produktion könne oftmals nicht wieder starten. „Wir haben es mit einem komplizierten Getriebe zu tun, dessen einzelne Zahnräder störungsfrei ineinandergreifen müssen“, erklärte er.

 

Info: Der Arbeitgeberverband SÜDWESTMETALL ist einer der größten industriellen Arbeitgeberverbände Deutschlands. Er vertritt in Baden-Württemberg die arbeitsrechtlichen, tarif-, sozial- und bildungspolitischen Interessen von mehr als 1.600 Mitgliedsbetrieben der Metall- und Elektroindustrie. Die Bezirksgruppe Rems-Murr als eine von insgesamt 13 regionalen Vertretungen betreut 96 Mitgliedsbetriebe mit knapp 20.000 Beschäftigten im Rems-Murr-Kreis.

Ansprechpartner

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Michael Kempter

Geschäftsführer

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Südwestmetall
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Datum: 19.9.2020

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